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Stiftung sichert Kurzfilme aus OWL | Neue Westfälische


Bielefeld. Langsam erlöschen die Lichter, leise raschelnd öffnet sich der Vorhang - doch anstelle von Willi Forsts „Die Sünderin“ erscheinen auf der Leinwand Szenen aus dem Bielefelder Alltag. Der Kurzfilm mit dem Titel „An einem Faden" - produziert von „Film in Wissenschaft und Technik“ - beschreibt die Historie der Bielefelder Textilindustrie. Erst nach etwa 15 Minuten erscheint auf der Bildfläche endlich: die skandalumwitterte Hildegard Knef. So oder so ähnlich verlief in den 1950er-Jahren ein deutscher Kino-Abend. Denn Filme ohne das Prädikat „wertvoll" oder „sehr wertvoll“ waren seinerzeit vergnügungssteuerpflichtig. Kinobetreiber fanden einen Trick, die Steuer zu umgehen: Sie zeigten vor dem Hauptfilm einen sogenannten „Kulturfilm“ - einen Film, der in irgendeiner Form Wissen vermitteln sollte.


2020.01
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